Tags des offenen Denkmals

Geschichte zum ehemaligen "Hotel zur Post"

Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals gab es auch Infos zum ehemaligen Hotel zur Post. Wie selbstverständlich steht es seit Jahrhunderten gegenüber der St.-Regina-Kirche im Herzen Drensteinfurts. Doch auch wenn es heute heruntergekommen und verlassen aussieht, galt es viele Jahre als erstes Haus am Platz.

Im Innern des 400 Jahre alten Gebäudes konnten die Besucher anhand von Schautafeln die Geschichte des Hauses, von seinen Ursprüngen bis zum heutigen Tag, nachvollziehen. Besonders beeindruckte hier eine auf dem Boden angebrachte Zeitleiste, die vor Augen führte, was das Haus seit seiner Erbauung alles erlebt hat. Viele historische Gegenstände, allesamt aus dem Besitz der Familie Gröne, ließen die Vergangenheit noch lebendiger werden.

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Bekannte Details dank Hausforschergruppe

Dass überhaupt so viele Details der vergangenen Jahrhunderte bekannt wurden, verdankt das historische Gebäude der Hausforschergruppe „Hotel zu Post“, die in monatelanger Recherche und mithilfe einiger Experten erstaunliche Fakten und Geschichten zusammengetragen haben. „Der erste namentlich bekannte Besitzer des Hauses war Johannes Renfert, ein Leibeigener des Schlossherrn von Haus Steinfurt“, informierte Historikerin Liane Schmitz. Diese Leibeigenschaft diente den Renferts eher als Schutz und nicht als ein Art Sklaventum.

„Die Renferts waren hochangesehene und wohlhabende Leute“, unterstrich Schmitz. Dem damaligen Hotel, an einer Straße gelegen, die viele Handelnde auf ihrem Weg nach Münster frequentierten, kam als Quartier eine zentrale Bedeutung zu. „Wir wollen die Bausubstanz des denkmalgeschützten Gebäudes erhalten“, erklärte Liane Schmitz. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Kurt Schmitz sowie mit Christiane Schäpers, Waltraud Havers, Ursula und Manfred Blanke, Helmut Winterscheid, Holger Martsch, Dr. Heinrich Binsfeld und Walter Gröne kämpft sie für eine sinnvolle Nutzung auch in heutiger Zeit.

„Die Bausubstanz ist stabil“, verrät sie, dies habe ein Gutachten von Dr. Fred Kaspar vom LWL Münster bewiesen. „Mit überschaubaren Mitteln kann das Gebäude restauriert werden“, ist sich die Historikerin sicher. „Alte Häuser erzählen ihre Geschichte selber“, begeistert sie sich mit Blick auf riesige Eichenbalken und historische dicke Holznägel. Ihr schwebt eine Art Museumscafé vor, vielleicht mit Übernachtungsmöglichkeit in alten Kemenaten. Vor einigen Jahren, so erinnert sie sich noch mit Schrecken, sollte das Hotel zur Post einem fünfstöckigen modernen Gebäude weichen.

Marga-Kamphus-Stiftung

Für die Einrichtung einer Tagespflege für Demenzkranke wurde das Gebäude der Marga-Kamphus-Stiftung umgebaut. Das historische Gebäude wurde fachgerecht saniert und einer neuen Nutzung als Tagespflege zugeführt.


Galerie

„Hotel der Post“ im Wandel der Zeit.

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