
Streuobstwiese Schulze Mengering
Bericht und Titelfoto: Armin Asbrand
Heimatverein wird Pate für Obstwiese
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Frühjahrsputz auf dem Hof von Ute und Martin Schulze Mengering in der Bauerschaft Rieth. Mitglieder des Drensteinfurter Heimatvereines haben am Wochenende weitere Obstbäume fachgerecht zurück geschnitten und damit eine Verpflichtung aus dem Streuobstwiesenprogramm des Landes NRW erfüllt. Auf der Wiese am Hof stehen bis zu 40 Obstbäume (Apfel, Birne, Kirschen, Walnüsse). Sie sind etwa 50 bis 60 Jahre alt und bieten vielen Vögeln und Insekten Nahrung, Deckung und Nistmöglichkeiten.
Hofbesitzer Martin Schulze Mengering hat der Naturschutzgruppe im Heimatverein jetzt eine Patenschaft für die Streuobstwiese angeboten. „Das Angebot nehmen wir gern an,“ meinte Vorsitzender Franz-Josef Naber. Die Patenschaft umfasst die Pflege der Bäume, das Aufhängen von Nistkästen für Eulen und auch die Ernte im Herbst. Die Heimatfreunde denken zum Beispiel daran, das Obst im Herbst über eine Versaftungsaktion zu verwerten.
Obstwiese 09.05.2020
Obstwiese - 07.03.2020
- Fotos: Gerty Münstermann und Frans-Josef Naber▲Naturtreff-Aktivisten kümmern sich um Streuobstwiese
Bericht und Foto: Holger Martsch
Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas. Im 19. Jahrhundert förderte der Staat noch den vielfälltigen Obstbau auf als Weideland genutzten Wiesen. Mitte des 20. Jh. zahlte er jedoch Rodungsprämien, um die Einführung der Plantagenwirtschaft mit kurzlebigen niederstämmigen Bäumen zu unterstützen. Erst langsam zeigt heute ein Umdenken Wirkung. Die vom Heimatverein Drensteinfurt in Patenschaft gepflegte Wiese bietet Nahrung und vielfältige Nistmöglichkeiten für Vögel. So finden sich hier natürliche Baumhöhlen und Nisthilfen.
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Apfelernte
Mitglieder der Naturfreundegruppe „Naturtreff“ des Heimatvereins Drensteinfurt trafen sich am Mittwoch, 2. September 2020, zur Apfelernte auf der Streuobstwiese des Hofs Schulze Mengering, Rieth 22. Über 30 hochstämmige Obstbäume, darunter zahlreiche Apfelbäume alter Sorten, wachsen auf dem 3400 qm großen Areal, für das der Heimatverein eine Pflegepatenschaft übernommen hat. Diese Patenschaft beinhaltet die Baumpflege, wie zum Beispiel den artgerechten Schnitt, und die Verwertung des Obstes, das grundsätzlich nicht mit Insektziden behandelt wird. Nach eineinhalb Stunden Schütteln und Auflesen war der mitgebrachte PKW Anhänger randvoll mit Erntegut in Bio-Qualität gefüllt.

Abgepackt in Kartons, die fünf Liter fassen, haben wir den wohlschmeckenden, naturreinen Saft an Vereinsmitglieder abgegeben. Das Produkt ist durch Pasteurisieren ungeöffnet mindestens ein Jahr haltbar, der Inhalt der angebrochenen Packung bleibt bei liegender Lagerung im Kühlschrank gut vier Wochen frisch.
Mit dem Vermostungsbetrieb Schenk Natursaft in Herbern hat der Heimatverein einen ortsnahen Dienstleister für die Obstverwertung gefunden. Hier werden die Äpfel maschinell gewaschen, verlesen und auspresst. Der so gewonnene Saft wird durch Kurzzeiterhitzen keimfrei gemacht und sodann in Behältnisse abfüllt, die standardmäßig fünf Liter fassen, aber auch andere Gebindegrößen sind erhältlich. Einmal angebrochen, hält sich der Saft in den Kartons bei kühler Lagerung bis zu vier Wochen.
Streuobstwiesen, wie die vom Heimatverein in Patenschaft übernommene, sind Lebensrraum-Inseln für bedrohte Tierarten. Deshalb ist ihr Erhalt so wichtig. Der „Naturtreff“ leistet mit seinen Aktvitäten wertvolle Arbeit in Sachen Naturschutz. Wer hier gerne mitmachen möchte kann mit dem Heimatverein Kontakt aufnehmen, per Mail mit dem Kontakhormular auf der Seite www.heimatverein-drensteinfurt.de oder per Anruf beim Vereinsvorsitzenden, Franz-Josef Naber, Tel. 02508 1550. „Naturtreff“-Versammlungstermin ist normalerweise jeden ersten Montag im Monat um 19.00 Uhr in der „Alten Post“, Drensteinfurt.

Pflanzaktion Historischer Obstsorten
Bericht und Titelfoto: Holger Martsch
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Alte Sorten braucht das Land. Unsere Pflanzaktion am 11. Dezember 2021
An diesem nebligen, frostigen Samstagmorgen hatte sich ein Dutzend Naturfreundinnen und Naturfreunde auf der Streuobstwiese am Hof Schulze Mengering, Rieth 22, eingefunden, um zehn von der Volksbank spendierte Apfelbäumchen einzupflanzen. Es handelt sich dabei um altbewährte, robuste, wohlschmeckende Sorten, die man in so gut wie keinem Supermarkt findet. Sie wurden von der Baumschule Bertels, Rinkerode, empfohlen und bereitgestellt. Historische Sorten haben sich teils schon seit Jahrhunderten bewährt, und viele regionale Züchtungen wie zum Beispiel der „Schöne von Wiedenbrück“ oder der„Danziger Kantapfel“ sind optimal an die jeweiligen Böden und Witterungsbedingungen angepasst. Sie haben klangvolle Namen wie „Glockenapfel“ oder „Goldparmäne“. Sie sind auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. So werden die Apfelbäume auf der Streuobstwiese niemals gespritzt oder künstlich gedüngt, und doch liefern sie reiche Erträge. Die Volksbank hatte sich zu ihrem 140-jährigen Jubiläum etwas besonderes einfallen lassen: Unter dem Motto „140 Jahre Volksbank – 140 Obstbäume für das Geschäftsgebiet“ bot sie die Möglichkeit, kostenlos junge Bäume zu bekommen, zusätzlich dazu ein „Pflegegeld“ von 250 Euro. Der Heimatverein Drensteinfurt bewarb sich rechtzeitig und konnte von der Aktion profitieren.
Als Vertreter der Volksbank waren Peter Sapphörster und Roswitha Weber zugegen, von der Stadt Drensteinfurt war der Klimaschutzbeauftragte Dr. Johannes Hofmeister gekommen. Er strebt eine Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und Heimatverein zum Beispiel bei Fragen des Natur- und Klimaschutzes an.
Die Familie Schulze Mengering ist froh, mit dem Heimatverein einen Partner gefunden zu haben, der sich um die ökologisch wertvolle Wiese kümmert: Der Verein führt die notwendigen Pflegeschnitte durch und verwertet das im Spätsommer anfallende Obst, während Martin Schulze Mengering zu jeweils angebrachten Zeitpunkten maschinell mäht und mulcht. Die Vermostung der Früchte ergab 2021 140 Liter naturreinen Apfelsaftes in Bio-Qualität.

Beitrag zur Biodiversität
Bericht: WA - M.Wiesrecker
Volksbank sponsert zehn Apfelbäume für Streuobstwiese des HV Drensteinfurt
Drensteinfurt – Die Volksbank Münsterland Nord feiert in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen. Als kleines Dankeschön sponserte die Bank 140 Bäume in ihrem Geschäftsgebiet.
Zehn dieser Bäume erhielt der Heimatverein Drensteinfurt. Welche Bäume es sein sollten, durften die Heimatfreunde selbst entscheiden. Ihre Wahl fiel auf zehn Apfelbäume, allesamt alte Sorten wie etwa „Schöner von Wiedenbrink“ oder „James Grieve“.
Am Samstagmorgen trafen sich Mitglieder der Naturschutzgruppe des Heimatvereins mit ihrem Vorsitzenden Franz-Josef Naber sowie Peter Saphörster und Roswitha Weber als Vertreter der Volksbank Münsterland Nord auf dem Hof Schulze Mengering in der Rieth.
Auf der großen Streuobstwiese werden die zehn neuen Apfelbäume zukünftig ihren Beitrag zur Biodiversität leisten. Denn Streuobstwiesen zählen heute zu den artenreichsten Landschaften, da sie Lebensräume für Insekten, Kleintiere und Vögel schaffen. Auf der Wiese können unterschiedliche Gras- und Blumenarten wachsen und die Bienen finden dort reichhaltige Nahrung.
Mit insgesamt 2950 Euro hat die Volksbank die Bäume gesponsert, darin enthalten sind 250 Euro für die Pflege der Bäume.
Ganz nebenbei wird aus der Apfelernte demnächst Apfelsaft gewonnen werden. Unterstützt wird die Naturschutzgruppe durch die Familie Schulze Mengering, die den Bodenbewuchs regelmäßig mulcht und mäht. mew