Stadtfest
1175 Jahre: Drensteinfurt feiert Jubiläum mit großem Stadtfest
Drensteinfurt feiert 1175 Jahre – sogar vom Hubschrauber aus
Bericht: Mechthild Wiesrecker - WA - Samstag 12.09.2026
Beim Stadtfest zum Jubiläum erlebten Besucher Geschichte und Gegenwart in der ganzen Innenstadt. Eine 78-Jährige stieg dabei in einen Hubschrauber.
Weiterlesen…
Stadt, Vereine und Bürger haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um das Stadtfest zum Höhepunkt des Stadtjubiläums „1175 Jahre Drensteinfurt“ zu machen. Die Besucher konnten Geschichte und Gegenwart der Stadt in der gesamten Innenstadt erleben – und das sogar aus luftiger Höhe vom Hubschrauber aus.
Bürgermeister Markus Wiewel fand dankende Worte für die Sponsoren und die zahlreichen Vereine, die sich über das ganze Jahr und besonders zum Stadtfest eingebracht hatten. „Genauso sollte es sein, ein Fest von Bürgern für die Bürger.“ Auch die Beteiligung der Kirchengemeinden hob er mit Blick auf den religiösen Ursprung der Stadt positiv hervor. Dann versprach er: „Dieses Wochenende ist der Höhepunkt, aber das Jubiläum 1175 ist noch lange nicht abgeschlossen.“
Stadtjubiläum: Geschichte neu entdecken
Am Samstag lernten die Besucher ihre Stadt auf ganz unterschiedliche Weise kennen. Mit einer Auswahl von 20 Bildern aus „Die Geschichte der Stadt Drensteinfurt 815–2026“ auf der großen Leinwand machte Stadtarchivar Dr. Ralf Klötzer Lust darauf, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Auch bei den Stadtführungen konnten die Besucher Geschichte hautnah erleben und dabei manches über ihre Stadt neu entdecken.
Nicht auf 390 Seiten, sondern kurzweilig, lehrreich und musikalisch präsentierten die Kinder des Ferienprogramm-Workshops „Musical“ Stewwerters Geschichte mit Fantasie und Musik. Beeindruckend, was sie in nur drei Tagen auf die Beine gestellt hatten.
Stadtjubiläum: Kinder begeistern
Dicht gedrängt standen die Besucher vor der Bühne, als die vier Kinderchöre von Kantorin Miriam Kaduk mit ihren fröhlichen Liedern begeisterten. Auch das Ballettstudio Wetter füllte mit seinen Aufführungen den Platz vor der Bühne.
Währenddessen sorgten die Kinder des ukrainischen Kindertheaters Münster mit einer 30-minütigen Pantomime für einen besonderen Moment. Die Malteser hatten die kleinen Darsteller für ihren Auftritt aus Münster abgeholt.
Für Begeisterung sorgte auch der Blick von oben. Die Teilnehmer der Hubschrauberrundflüge konnten Drensteinfurt aus einer ganz neuen Perspektive erleben. „Ich bin vor vielen Jahren schon mal geflogen. Es war wieder ein Erlebnis“, erklärte die 78-jährige Agnes Stracke. Von einem „magenaufreibenden“ Start berichteten vier Mitarbeiterinnen des Pflegeteams Drensteinfurt, die die Karten für den Rundflug gewonnen hatten. „Der Flug und der Blick auf Stewwert waren mega und richtig geil“, schwärmten sie.
Stadtjubiläum: Viele Höhepunkte
Das Stadtfest ließ kaum Wünsche offen. Auf dem Marktplatz waren Stühle, Bänke und Tische gut besetzt, für Essen und Getränke war gesorgt und auch die Kinder kamen bei den zahlreichen Angeboten auf ihre Kosten. Ein Höhepunkt war Clown Ati Atze, der seine kleinen Zuschauer regelrecht fesselte.
Für musikalische Abwechslung sorgten unter anderem der evangelische Posaunenchor und der Spielmannszug.
Passend zum Stadtjubiläum ist auch ein neues Buch herausgekommen.
Stadtfest Sonntag 13.09.2026
Bericht: Mechthild Wiesrecker - WADer Regen sorgte am zweiten Tag des Stadtfestes für einige Absagen und weniger Hubschrauberflüge. Doch Besucher und Verantwortliche ließen sich die Feier zum 1175-jährigen Stadtjubiläum nicht vermiesen.
Weiterlesen…
Der Regen überschattete den zweiten Tag des großen Stadtfestes anlässlich des Stadtjubiläums „1175 Jahre Drensteinfurt“. Die Hubschrauberrundflüge fanden nur vereinzelt statt, einige Stände hatten ihre Teilnahme abgesagt. Doch etliche Besucher ließen sich vom Wetter nicht abschrecken. Denn das Stadtfest begann am Sonntag nicht an der Bühne, sondern in den beiden Kirchen.
„Hat richtig Spaß gemacht“: Besucher feiern trotz Regen und grauem Himmel weiter
„Alle Gläubigen dieser Stadt dürfen sich durch die silbernen Hände mit der Reliquie gesegnet fühlen“, schloss Pfarrer Jörg Schlummer seine Predigt, in der er auch auf die Entstehungsgeschichte der Stadt einging.
In der evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde erwartete die Besucher ein buntes Programm mit Auftritten des Frauenchors Cantabella und des Posaunenchors sowie weiteren Angeboten für Erwachsene und Kinder. Die neun Sahnetorten von Mirjams Torten-Café waren bereits vor 15 Uhr restlos ausverkauft.
Ein Höhepunkt im Gemeindehaus war die Ausstellung alter Fotos von Peter Sacher. Im Nebenraum zeigte er an beiden Tagen mit dem Beamer durchgängig Fotos aus seiner Sammlung. Das Angebot kam so gut an, dass der Raum immer gut besucht war. „Peter Sacher hat wirklich zu jedem Foto etwas zu sagen, er ist ein wandelndes Lexikon von Stewwert“, stellte Ute Eichmann anerkennend fest.
Ballonclown Ulli Winkelmann, hatte gleich mehrere Auftritte – im Gemeindehaus und vor seinem Laden an der Wagenfeldstraße. Dort bildete sich trotz Regen eine lange Schlange geduldig wartender Kinder, die später entzückt ihre Ballonfiguren entgegennahmen.
Auf der Bühne gab es viel Musik. Das Orchester Kunterbunt der Kardinal-von-Galen-Grundschule eröffnete das Programm. Eine besondere Überraschung war der Chor, der ein eigens zum Stadtjubiläum gedichtetes Lied präsentierte. Später hatte die Schule für Musik im Kreis Warendorf Auftritte verschiedener Musikgruppen, darunter die Rockband „Juniors“ und die Jazz-Combo „Jazzify“.
Zauberer Professor Spaghetti bezog schon vor der Bühne Erwachsene und Kinder in seine Aufführung ein. Sie war so fesselnd, dass die Kinder das schlechte Wetter darüber vergaßen.
Am Abend fand ebenfalls auf der Bühne die Ziehung der Gewinner des Heimatschoppens statt. „An unserer Stempel-Rallye haben sich 500 Personen beteiligt“, informierte Theo Homann. 69 Preise, allesamt von heimischen Geschäften, gab es zu gewinnen. Als Glücksfee hatte Homann die neunjährige Vera Rüsing aus dem Publikum ausgewählt. Die Teilnahmekarte von Detlef Busch war die erste, die gezogen wurde. Alle Gewinner werden benachrichtigt und können ihre Preise ab Dienstag im Haushaltsgeschäft von Elke Kiffe abholen.
„Der Samstag war total gelungen. So viele gut gelaunte Menschen, das hat richtig Spaß gemacht“, freute sich Bürgermeister Markus Wiewel und sprach dabei auch für alle Beteiligten. Besonders dankbar sei er für das große Engagement der Vereine, aber auch der beiden Kirchengemeinden. „Der Regen war einfach schade“, so sein sonntägliches Fazit.
Galerie
Fotos: Gerty Münstermann
1175 Jahre Drensteinfurt: Das große Stadtfest zum Jubiläum – der Samstag































































































Fotos: Gerty Münstermann
1175 Jahre Drensteinfurt: Das große Stadtfest zum Jubiläum – der Sonntag








































Galerie zum Stadtfest
Fotos: Gerty Münstermann
































































































